26.04.2018 / komba gewerkschaft nrw

komba reportage - Gewerkschaftsarbeit gestern, heute, morgen

Von der komba jugend nrw zur komba nrw

Bianca Prüßner (Foto: © Friedhelm Windmüller, dbb)
Bianca Prüßner (Foto: © Friedhelm Windmüller, dbb)

Die komba jugend nrw feiert 2018 ihren 60. Geburtstag. Zwei, die sich bereits seit ihrer Jugend vor Ort engagieren, sind Bianca Prüßner (Kreis Lippe) und Tim Krämer (Alsdorf). Eine Reise von der Vergangenheit in die Gegenwart.

August 1998. Zwei junge Azubis starten ins Berufsleben. In Alsdorf beginnt Tim Krämer seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, Bianca Prüßner fängt zeitgleich ihre zur Kauffrau für Bürokommunikation im Kreis Lippe an. Für den Alsdorfer war dank guter Akquise und dem Gefühl einer starken Zusammengehörigkeit innerhalb des Ortsverbandes bereits vor Ausbildungsantritt klar, dass er der komba Jugendgruppe beitritt. Bianca Prüßner hatte Probleme mit der Anerkennung ihrer Angestelltenprüfung und suchte kompetente Unterstützung. Sie recherchierte und fand die komba nrw. So kamen sie auf unterschiedlichen Wegen in die Jugendorganisation. Beide waren sich jedoch schnell sicher, dass sie mitgestalten möchten, und übernahmen den Vorsitz ihrer jeweiligen Jugendgruppe.

Was die Jugendarbeit schon damals ausmachte, beschreiben sie sehr ähnlich: Der Austausch junger Menschen zu aktuellen Themen des öffentlichen Dienstes, „ohne jedoch den nötigen Freizeitspaß vermissen zu lassen“, fügt Tim Krämer lächelnd hinzu. Die Teilnahme an Veranstaltungen war fester Bestandteil des Kalenders und stärkte das Gemeinschaftsgefühl. Wer nicht dabei sein konnte, hatte etwas verpasst.

Tim Krämer (Foto: © komba ortsverband alsdorf)
Tim Krämer (Foto: © komba ortsverband alsdorf)

Zeitfaktor als Herausforderung und Wandel der Themen
Zwanzig Jahre später sind neue Herausforderungen hinzugekommen. Dazu gehört, junge Menschen überhaupt für ein Engagement zu gewinnen. „Aufgrund der Aufgabenverdichtung fehlt vielen jungen Kolleginnen und Kollegen die Zeit, für ehrenamtliche Arbeit“, weiß Bianca Prüßner. Auch Tim Krämer teilt die Einschätzung, dass es früher leichter war. Besonders vor dem Hintergrund des Überangebotes an Freizeitmöglichkeiten: „Aber es ist auch nicht utopisch wie viele der Jugendleitungen vor Ort erfolgreich zeigen.“

Beide sprechen darüber hinaus von einem Wandel der Erwartungen und Themenschwerpunkte. „Während wir vor 20 Jahren vor Ort mit Sachthemen und Rechtsfragen weniger betraut wurden, steht heute der ganzheitliche Dienstleistungscharakter ?im Vordergrund“, beschreibt Krämer. Die einen, so erklärt er, erwarten ein Freizeitangebot, die anderen einen stetigen Informationsaustausch und für die dritte Gruppe ist die rechtliche Beratung ausschlaggebend. Worum es den ehrenamtlich Aktiven immer geht, ist es, ein offenes Ohr für die arbeitsplatzbezogenen Bedürfnisse der Beschäftigten zu haben. In den vergangenen Jahren hat die inhaltliche Auseinandersetzung vor allem eines Sachthemas deutlich zugenommen, weiß Bianca Prüßner: „Die Belastung durch die Aufgabenvielfalt ist gestiegen. Ich erlebe immer wieder Kolleginnen und Kollegen, die dem nicht standhalten können und ausfallen.“ Ein Aspekt, der verstärkt in den Blickwinkel gehört.

Gekommen, um zu bleiben
April 2018. Bianca Prüßner und Tim Krämer sind fest im Berufsleben angekommen, haben eigene Familien und engagieren sich noch heute – trotz  zahlreicher anderer Aufgaben – mit viel Freude für die komba nrw. Tim Krämer ist inzwischen stellvertretender Leiter des Sozialamtes und stellvertretender Vorsitzender des OV Alsdorf. Bianca Prüßner arbeitet als Teamleiterin für den Bereich Asylangelegenheiten und Rückführung. Im Kreisverband Lippe ist sie als stellvertretende Vorsitzende unterwegs. „Die Gemeinschaft in der komba macht den Unterschied. Gerade, wenn vor Ort ein gut funktionierender Vorstand ist, macht die Arbeit Spaß“, berichtet sie. Besonders schätzt sie, dass man nah dran an den Problemen und Sorgen der Belegschaft ist und unmittelbar Unterstützung bieten kann. Für Tim Krämer zählt der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern.

Egal ob gestern, heute oder morgen, wann immer eine verlässliche und menschliche Interessenvertretung benötigt wird, sehen sie in der komba die richtige Ansprechpartnerin. Tim Krämer und Bianca Prüßner stehen stellvertretend für zahlreiche Aktive und tragen mit ihrem langjährigen Engagement maßgeblich zum gewerkschaftlichen Erfolg bei.

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Telefon: 0212 / 290 2744
Mail: info(at)komba-solingen.de

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