11.06.2018 / komba gewerkschaft nrw

Rettungssanitäter attackiert – Täter wieder auf freiem Fuß:

the digitalartist / pixabay.com
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komba gewerkschaft nrw fordert deutlichere Rückendeckung durch Politik und Justiz

Ein Betrunkener schlug am Samstagmittag in Mönchengladbach einen Rettungssanitäter krankenhausreif. Der 33-jährige Täter wurde zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen, ist jedoch bereits wieder auf freiem Fuß.

„Gegen den wegen Drogendelikten bekannten Täter läuft zwar ein Strafverfahren wegen Körperverletzung. Wie jedoch soll man es dem Kollegen vermitteln, dass er selbst noch im Krankenhaus liegt, während der Täter schon wieder frei gelassen wurde. Jegliche Angriffe auf Helferinnen und Helfer sind völlig inakzeptabel – dafür muss auch dringend die Öffentlichkeit mehr sensibilisiert werden“, so Andreas Hemsing, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw.

Passanten hatten am Samstagnachmittag nach einer Schlägerei die Feuerwehr gerufen und den verletzten 33-Jährigen gemeldet. Doch der offensichtlich betrunkene und unter Drogen stehende Mann beschimpfte den Rettungssanitäter, griff ihn an und schlug ihn schließlich bewusstlos.

Hemsing: „Ereignisse wie in Mönchengladbach lehren uns, dass die zunehmende Verrohung der Gesellschaft auch vor den Helfern nicht Halt macht. Deswegen appellieren wir an alle Verantwortlichen, bei Einsätzen jeder Art für ausreichend Schutz der Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten zu sorgen. Ganz aktuell sind hier auch die Veranstalter der zahlreichen Public Viewings zur Fußballweltmeisterschaft aufgefordert, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen und bei Einsätzen für die Sicherheit gerade auch der Helfer zu sorgen.“

Die komba gewerkschaft setzt sich bereits seit Langem für den Schutz der Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst, bei Feuerwehren und im Rettungsdienst ein. Dabei ist das Thema einer verbesserten, gerechteren Strafverfolgung ein zentraler Diskussionspunkt, der zudem vermehrt in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden muss. „Wir sprechen uns deutlich dafür aus, dass jede Straftat, sei es auch nur eine verbale Beschimpfung, im öffentlichen Interesse verfolgt und geahndet wird. Unsere Kolleginnen und Kollegen bei den Feuerwehren und im Rettungsdienst dürfen nicht zur Zielscheibe von Aggressionen werden. Ihnen gebührt für ihre wichtige Arbeit Anerkennung und Wertschätzung von jedermann“, so Hemsing.

Pressemitteilung der komba gewerkschaft nrw: "Rettungssanitäter attackiert – Täter wieder auf freiem Fuß: komba gewerkschaft nrw fordert deutlichere Rückendeckung durch Politik und Justiz" als pdf-Download

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